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"Strom und Fernwärme aus Kiel"
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Rund 50 % der Anlagen des GKK dienen dem Umweltschutz.

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Ansprechpartnerin
Sonja Friberg
Bereich Umweltschutz

Telefon: 0431 2002-414
sonja.friberg@gkk-kiel.de

Einsatz für die Umwelt

Rauchgasreinigung in 3 Stufen

Im Jahr 1974 wurde das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) erlassen. Um dieses einhalten zu können, wurden umfangreiche Rauchgasreinigungsanlagen nachgerüstet. Die gereinigten Rauchgase werden mit kontinuierlich aufwendigen Messverfahren überwacht.
Die weiße Fahne des Schornsteins ist reiner Wasserdampf. Die Schadstoffbelastungen im GKK konnten seit 1989 um mehr als 90% gesenkt werden.
Die Schadstoffe werden in drei Stufen gereinigt:

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Stufe 1
In der Rauchgasentstickung werden die Stickoxide ( NOx ) in Wasser und in molekularen Stickstoff umgewandelt.

Stufe 2
Im Elektrofilter werden die nicht brennbaren Ascherückstände durch elektrisch aufgeladene Metallgitter herausgefiltert.

Stufe 3
In der Rauchgasentschwefelung werden die Rauchgase mit Kreidemilch berieselt und der Schwefel wird gebunden. Das Endprodukt ist reiner Gips.

Entstickung

In der ersten Stufe wird das Rauchgas von Stickoxiden gereinigt. Stickoxide entstehen bei Verbrennungsprozessen mit hohen Temperaturen und Sauerstoffüberschuss.

Chemischer Prozess bei der Entstickung von RauchgasenDie besondere Konstruktion der Brenner vermindert bereits beim Feuerungsprozess das Entstehen von Stickoxiden.
Diese Vorkehrungen allein reichen allerdings noch nicht aus, um die gesetzlichen Grenzwerte zu erreichen.

Es muss deshalb zusätzlich eine Entstickungsanlage (Denox) betrieben werden. In dieser Anlage wird dem heißen Rauchgas ein Gemisch aus Luft und Ammoniak zugeführt.

Im Katalysator gehen die Gase eine chemische Reaktion ein. Das Gemisch reagiert miteinander in einem zweistufigen Prozess.

Das Ergebnis dieses Prozesses sind Wasser und Stickstoff, also natürliche Bestandteile der Luft.

Entaschung

In der zweiten Stufe wird die Asche aus dem Rauchgas entfernt. Die dazu verwendeten Elektrofilter bestehen aus einem System von Stahlplatten und Drahtgittern, an denen das Rauchgas vorbeiströmt.

Prinzip der Entstaubung / Entaschung von RauchgasenZwischen Platte (A) und Gitter (B) liegt eine Gleichspannung von 50.000 Volt. Die negativen Gitter (B) laden die Staubpartikel negativ auf (statische Aufladung). Die positiven Platten (A) ziehen die negativ geladenen Staubpartikel an, die sich dort ablagern. Die Platten werden in bestimmten Intervallen abgeklopft und der Staub fällt in Aschesilos.

Beim Passieren der Elektrofilter werden nahezu 100% der Flugasche zurückgehalten.

Die anfallende Asche wird in der Bauindustrie und im Straßenbau als hochwertiger Zusatzstoff für Zement benötigt.

Entschwefelung

In der dritten Stufe wird das Rauchgas von gasförmigem Schwefeldioxid gereinigt.

Chemischer Prozeß bei der Entschwefelung von RauchgasenDie Rauchgase durchströmen den Wascherturm von unten nach oben. Dort werden sie mit einer Kreidemilch (Suspension) besprüht.
Die Kreide reagiert dabei mit dem Schwefeldioxid. Im unteren Teil des Waschers wird die Kreidesuspension durch Einblasen von Luft mit Sauerstoff angereichert. Dabei entsteht Gips. Der entstandene Gipsschlamm wird gefiltert und getrocknet. Es entsteht hochwertiger Gips mit einer Restfeuchte von 10 %. Er wandert über Förderanlagen in das Gipssilo.

Der Gips hat eine hohe Qualität und wird z. B. in der Baustoffindustrie zur Herstellung von Gipskartonplatten verwendet.