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"Strom und Fernwärme aus Kiel"
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GKK Bau 1968

Historie

Wie alles begann

In den fünfziger und sechziger Jahren galt der rasch steigende Strombedarf (es trat jeweils eine Verdoppelung in zehn Jahren ein) als positives Merkmal wirtschaftlichen Aufschwungs und steigenden Wohlstandes. Dieser Entwicklung entsprechend planten die Stadtwerke Kiel 1965 die Errichtung eines weiteren Kraftwerkes am Nord-Ostsee-Kanal mit einer Leistung von 100 Megawatt (MW). Diesem Vorhaben stand der Erlass der Bundesregierung entgegen, dass neue Kraftwerke eine Leistung von mindestens 300 MW haben mussten.

Zur gleichen Zeit suchte auch die ,,Nordwestdeutsche Kraftwerke AG, Hamburg (NWK)”, weitere Kraftwerksstandorte. Ein geeignetes Objekt war ein brachliegendes Gelände der Bundesvermögensverwaltung auf dem Kieler Ostufer, nördlich der Schwentine. Diese gleichgelagerten Interessen führten rasch zu einem Grundsatzbeschluss über die Zusammenarbeit beim Bau und Betrieb eines neuen Kraftwerkes und endeten 1970 in der Gründung der Gemeinschaftskraftwerk Kiel GmbH (GKK).

Die vertraglichen Regelungen sahen vor, dass die NWK AG unter finanzieller Mitwirkung der Stadtwerke Kiel AG einen 320-MW-Kraftwerksblock errichtet und an die Betreibergesellschaft GKK GmbH verpachtet. An dieser Gesellschaft waren NWK AG mit 2/3 und die Stadtwerke Kiel AG mit 1/3 beteiligt. Im gleichen Verhältnis stand ihnen die Leistung des Kraftwerkes zur Verfügung.

Ab 1987 wurden die Beteiligungsverhältnisse neu geordnet. Die PreussenElektra AG Hannover, als Nachfolgegesellschaft der NWK AG, brachte die Sachanlagen des Kraftwerkes in die Gemeinschaftskraftwerk Kiel GmbH ein und verkaufte entsprechende Gesellschaftsanteile an die Stadtwerke Kiel AG, so dass seit diesem Zeitpunkt beide Gesellschaften zu jeweils 50 Prozent beteiligt sind.